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Boppard
Bad
Salzig
Buchholz
Herschwiesen
Hirzenach
Holzfeld
Oppenhausen
Rheinbay
Udenhausen
Weiler
Boppard
regioNet mittelrhein
(Institut
für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz
e.V.)
| Auch
der Name Boppard ist keltischen Urspungs und lässt darauf
schließen, dass das Gebiet bereits in dieser Zeit besiedelt
war. In römischer Zeit bildete sich an der am Rhein
entlangführenden Heerstraße in Boppard eine feste Siedlung,
die nach dem Fall des Limes mit einem kleinen Kastell
verstärkt wurde. Nach dem Rheinübergang der Germanen
406/407 wurde die militärische Besatzung abgezogen,
während sich eine Siedlung im Schutz der Kastellmauern
erhielt. Bereits Mitte des 5. Jh. wurde das ehemalige
Kastellbad zu einer ersten christlichen Kirche umgebaut.
Die fränkischen Könige bildeten im Frühmittelalter am
Mittelrhein ausgedehnte Königsgüter, wobei Boppard mit
einem Königshof einer der Schwerpunkte war. Von dieser
Situation ausgehend entwickelte sich die Stadt zu einer
freien Reichsstadt und war im 13. Jh. Mitglied des Rheinischen
Städtebundes. 1312 verpfändete König Heinrich VII. die
Stadt seinem Bruder, dem Kurfürsten Balduin von Trier,
der sie bald darauf mit militärischen Mitteln seiner
Macht unterwarf und inmitten der Stadt eine Burg baute.
Boppard wurde kurtrierische Oberamtsstadt, wobei sich
die Bewohner nur schwer mit diesem Status abfand und
bis zum Ende dieser Herrschaft zu Unruhe und Aufruhr
neigten. Seit dem Hochmittelalter entstanden in Boppard
neben dem vom St. Martinstift in Worms abhängigen Severusstift,
das adlige Benediktinerinnenkloster auf dem Marienberg,
das südlich der Stadt gelegene Franziskanerinnenkloster
St. Martin, sowie die in der Stadt gelegenen Männerklöster
der Franziskaner und Karmeliter. 1794-1813 wurde Boppard
mit dem gesamten Rheintal französisch; dabei wurden
nicht nur Stifte und Klöster aufgelöst, auch traditionelle
Verwaltungsgliederungen fanden in dieser Zeit ein Ende.1815
wurde die Stadt preußisch und verlor ihre regionale
Verwaltungsfunktion. Die landschaftliche Lage, die Entstehung
einer Kaltwasserheilanstalt, sowie der Bau der Eisenbahn
1859 wiesen Boppard den Weg zu einer Kur- und Fremdenverkehrsstadt. |
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Bad
Salzig
regioNet mittelrhein
(Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität
Mainz e.V.)
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Der
Name Salzig ist keltischen Ursprungs. Bodenfunde haben
bewiesen, dass bereits im 2./3. Jh. n.Chr. der Ort,
an der römischen Heerstraße Mainz - Köln gelegen, bewohnt
war. Die
Bezeichnung "Bad", die 1925 verliehen wurde,
verdankt der Ort der Initiative des ostpreußischen Hauptmanns
i.R. Theodor Hoffmann. Er ließ 1902 bis 1905 die "Barbara-"
und die "Leonorenquelle" bohren.
Aus 446
Meter Tiefe sprudelt das Quellwasser der
Leonorenquelle. Es handelt sich hierbei um ein "Natrium-Chlorid-Hydrogenkarbonat-Sulfat-Wasser".
Das Wasser kann im historischen Bäderhaus der
Mittelrhein-Klinik, eine Fachklinik für
Gastroenterologie, Onkologie und Psychosomatik, zu
den entsprechenden Öffnungszeiten verkostet werden.
Eine Abfüllung des Wassers ist an einem Brunnen in
der Nähe des Kurparks an der Salzbornstraße, Ecke
Römerstraße Richtung Bad Salzig möglich. Die
Mittelrhein-Klinik führt stationäre, ganztägig
ambulante, ambulante Rehabilitationsmaßnahmen sowie
Anschlussrehabilitationen in den entsprechenden
Indikationen durch und liegt in Trägerschaft der
Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz.
In Bad Salzig hat auch die Firma Sebapharma, Deutschlands
größter Produzent seifenfreier Körperpflegemittel, ihren
Sitz. Das milde Klima und die lange Sonneneinstrahlung
begünstigen den Anbau von Obst, insbesondere von Süß-
und Sauerkirschen. Auf der gegenüberliegenden rechten
Rheinseite liegen die Burgen Sterrenberg und Liebenstein,
im Volksmund die "Feindlichen Brüder" genannt. |
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Buchholz
regioNet mittelrhein
(Institut für Geschichtliche
Landeskunde an der Universität Mainz e.V.)
Buchholz
ist das Zentrum des sogenannten Niederkirchspiels, der
4 Ortsbezirke. 1224 erstmals urkundlich genannt entwickelte
sich Buchholz als Rodungssiedlung etwa 2 km westlich
der vorgeschichtlichen und schon von den Römern benutzten
Straße von Koblenz über die Rheinhöhen nach Süden. Buchholz
erlebte die schnellste Bevölkerungsentwicklung mit rd.
600 Einwohnern vor 1940 und knapp 2.500 zum Ausgang
dieses Jahrhunderts. Um den 1908 2 km entfernt östlich
vom Ort errichteten Bahnhof der Hunsrückbahn entstand
der Ortsteil Bahnhof. In den 60er Jahren kam die Siedlung
Ohlenfeld hinzu. In den 70er Jahren wurde die bis dahin
unbebaute Fläche zwischen dem alten Ortskern und Bahnhof
durch die Neubausiedlung Buchholz Mitte geschlossen.
Buchholz verfügt über ein ansprechendes Geschäftszentrum
mit Verbrauchermarkt, weiteren Einzelhandelsgeschäften,
Banken, Arztpraxen und Apotheke sowie auch über eine
gute kommunale Infrastruktur. Hierbei ist einmal die
dreizügige Grundschule mit der auch für gesellschaftliche
Zwecke genutzten Turnhalle, dem 6-Gruppen-Kindergarten,
auch ein mit Flutlicht ausgestattetes Sportzentrum.
In Buchholz beginnen zahlreiche Wanderwege, die durch
mehrere Seitentäler einmal zum Rhein und einmal zur
Mosel führen. Besonders erwähnenswert ist hierbei die
Ehrbachklamm. |
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Herschwiesen
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(Institut für Geschichtliche
Landeskunde an der Universität Mainz e.V.)
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Herschwiesen
ist der älteste Ort und Keimzelle des Niederkirchspiels
zugleich. Dabei handelte es sich um eine 1476 von Boppard
losgelöste Filialkirche, die vom Trierer Erzbischof
zur eigenständigen Pfarrei gegliedert wurde. Ortsbildprägend
ist die erhöht stehende Pfarrkirche St. Pankratius mit
Pfarrhaus und Ökonomiegebäude, die durch eine große
Ringmauer umgeben ist. Unmittelbar hieran grenzt das
Dorfgemeinschaftshaus an. Tragender Verein im Ort ist
der Geselligkeitsverein Herschwiesen, der jährlich im
Mai die große Pankratiuskirmes ausrichtet. Herschwiesen
ist durch große Streuobstwiesen in einer Landschaftsmulde
eingegrünt. Gemeinsam mit dem Ortsteil Windhausen, 1245
erstmals urkundlich erwähnt, wurde Rheinland-Pfalz im
Landeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden"
zweiter Sieger 1999. In dem knapp 100 Einwohner zählenden
Ortsteil Windhausen ist neben der Wallfahrtskirche "Zur
schwarzen Muttergottes" Schloss Schöneck zu nennen,
die gegen Ende des 12. Jahrhunderts als Reichsburg von
dem Reichsministerialen Konrad von Boppard erbaut wurde.
Zur Burg gehörte auch der Schönecker Hof in der heutigen
Eltzerhofstraße in Boppard. 1330 schlossen sich die
Schönecker mit den Eltzern, Waldeckern und den benachbarten
Ehrenbergern zum Schutzbündnis gegen die Kurtrierische
Expansion unter Balduin von Luxemburg. Schöneck wurde
im 19. Jahrhundert zum heutigen Schloss ausgebaut. Auf
der sogenannten Schwedenschanze steht die große Schutzhütte
mit Grillhaus und Sanitärtrakt, das vom Wanderclub Hübingen-Windhausen
erbaut wurde und verwaltet wird. |
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Hirzenach
regioNet mittelrhein
(Institut
für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz
e.V.)
| Zwischen
dem Rheinstrom und den bewachsenen Hängen des rheinischen
Schiefergebirges, liegt der Ortsbezirk Hirzenach. Eindrucksvoll
und sehenswert ist das ehem. Propsteigebäude und jetzige
Pfarrhaus aus dem 18 Jh.:. Eine kleine romanische Pfeilerbasilika
in Kreuzform mit wuchtigem Turm und frühgotischem Chor
ist wertvolles Zeugnis einer klösterlichen Niederlassung.
Zu Beginn des 12Jh. kamen Güter in Hirzenach an die
Benediktinerabtei in Siegburg mit dem Auftrag, hier
eine klösterliche Niederlassung zu gründen. Die daraufhin
entstandene Propstei, die im Laufe der Zeit eine reiche
Güterausstattung ansammeln konnte, verblieb bis zur
französischen Zeit bei der Abtei in Siegburg. 1802 wurde
die Propstei säkularisiert, die Kirche konnte als Pfarrkirche
weiter genutzt werden. |
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Holzfeld
regioNet mittelrhein
(Institut
für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz
e.V.)
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Holzfeld
ist der südlichste Ortsbezirk von Boppard. Dank seiner
sonnigen Höhenlage, seiner waldreichen Umgebung und
der gepflegten Wanderwege, ist dieser Ort, auf der Hauptterrasse
des Rheintals an der Rheingoldstraße liegend und durch
seine Nähe zur Autobahn, ein beliebtes Wander- und Ausflugsziel.
Es werden auf ideale Weise die Romantik des nahen Rheintals
mit der Natur des angrenzenden Hunsrücks verbunden.
Auf einer Anhöhe im nordwestlichen Teil des Dorfkerns
steht die evangeliche Kirche aus dem 16. Jh. mit mittelalterlichen
Turm, ehemals Schutz- und Trutzkirche, früher mit einer
hohen Mauer versehen. Sie ist eine der wenigen noch
erhaltenen Wehrkirchen im Kreis. Im Innern ist ein sechseckiger
Taufstein aus Basaltlava aus vorgotischer Zeit aufgestellt.
Holzfeld wurde beim Wettbewerb "Unser Dorf soll
schöner werden", in der Sonderklasse auf Landesebene
ausgezeichnet und wurde Sieger beim Wettbewerb "Ökologische
Leistungen der Gemeinde".
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Oppenhausen
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(Institut
für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz
e.V.)
Der
westlichste Ortsbezirk der Stadt Boppard bis 2 km an
die Mosel anreichend ist Oppenhausen, das um 1330 erstmals
urkundlich erwähnt wurde. 1563 werden in Oppenhausen
12 Anwesen (Feuerstellen) gezählt. Heute verfügt der
Ort mit der Niederkirchspielhalle sowie dem angrenzenden
Rasensportplatz über eine sehr gute Freizeiteinrichtung.
Im ehemaligen Backhaus, dessen 2 Öfen heute noch regelmäßig
genutzt werden, befindet sich auch der Jugendtreff,
der von der sogenannten Backesjugend organisiert wird.
Im Ortsleben tun sich besonders der Sportverein Eintracht
Oppenhausen (Fußball und Tischtennis) sowie die Karnevalsgesellschaft
Niederkirchspiel hervor. Ergänzt werden diese Aktivitäten
durch den Genossenschaftsverein, der sich um die Einrichtung
eines Dorfgemeinschaftsladens an der Niederkirchspielhalle
bemüht.
Zum Ortsbezirk Oppenhausen zählt auch das Straßendorf
Hübingen mit rd. 130 Einwohnern. In der Ortsmitte steht
das Backhaus, neben dem 1960 eine Kapelle errichtet
wurde. Die Gemarkung Oppenhausen wird u. a. durch die
eigentliche Ehrbachklamm umgrenzt, an deren Beginn die
zu Oppenhausen zählenden Daubisberger Mühle sowie Rauschenmühle
liegen. Am Ende der Ehrbachklamm und gegenüber der Eckmühle
befindet sich der Jugend- und Kinderzeltplatz "Stierwiese"
mit Schutzhütte und Sanitärtrakt. |
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Rheinbay
www.rheinbay.info
regioNet mittelrhein
(Institut
für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz
e.V.)
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Rheinbay,
geschützt am Fuße der Hunsrückberge, an der Rheingoldstraße
gelegen, bietet Erholungssuchenden und Wanderern optimale
Möglichkeiten. Einen besonderen Reiz zeigt der Ort zur
Zeit der Kirschblüte im Monat Mai, wenn sich die zahlreichen
Streuobstwiesen in eine bunte Pracht verwandeln. In
Rheinbay befand sich bereits 1114 Besitz der klösterlichen
Niederlassung Hirzenach. Die engen Bindungen an die
Propstei Hirzenach blieben bis zur Säkularisierung im
Jahr 1802 erhalten. |
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Udenhausen
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(Institut für Geschichtliche
Landeskunde an der Universität Mainz e.V.)
www.heimatmuseum-udenhausen.de
| Die
erste urkundliche Erwähnung von Udenhausen datiert von
1021. Das langgestreckte Dorf liegt auf einem ins Brodenbachtal
abfallenden Hang, rd. 500 m entfernt von der Hunsrückhöhenstraße
(B 327). Im Landeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner
werden" hat Udenhausen in der Vergangenheit zahlreiche
Prämierungen erhalten. Ortsbildprägend ist die St. Nikolauskirche.
Das Dorfgemeinschaftshaus (Kohlbachhaus) hat sich aus
der ehemaligen Dorfschule entwickelt. Neben dem gut
erhaltenen Backhaus ist besonders der Fußballrasenplatz
mit Umkleidegebäude hervorzuheben. |
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Weiler
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(Institut für Geschichtliche
Landeskunde an der Universität Mainz e.V.)
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Erstmals
wird 1149 ein Hof in Weiler erwähnt, der der neu entstandenen
Hirzenacher Propstei gehörte. 1315 erscheint eine ortsansässige
Adelsfamilie, deren Stammsitz die 1614 letztmals genannte
und heute völlig verschwundene Kleeburg war. Direkt
an der Rheingoldstraße liegt der Ortsbezirk Weiler,
zu dem der 1844 entstandene Luftkurort Fleckertshöhe
gehört. Mit 531 m über NN stellt die Fleckertshöhe die
höchste Erhebung der Stadt Boppard dar. Dem interessierten
Wanderfreund bietet sich ein weitreichender Blick über
die Höhen des Schiefergebirges. |
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