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Ortsbezirk Herschwiesen

Herschwiesen ist der älteste Ort und Keimzelle des Niederkirchspiels zugleich. Dabei handelte es sich um eine 1476 von Boppard losgelöste Filialkirche, die vom Trierer Erzbischof zur eigenständigen Pfarrei gegliedert wurde. Ortsbildprägend ist die erhöht stehende Pfarrkirche St. Pankratius mit Pfarrhaus und Ökonomiegebäude, die durch eine große Ringmauer umgeben ist. Unmittelbar hieran grenzt das Dorfgemeinschaftshaus an. Tragender Verein im Ort ist der Geselligkeitsverein Herschwiesen, der jährlich im Mai die große Pankratiuskirmes ausrichtet. Herschwiesen ist durch große Streuobstwiesen in einer Landschaftsmulde eingegrünt. Gemeinsam mit dem Ortsteil Windhausen, 1245 erstmals urkundlich erwähnt, wurde Rheinland-Pfalz im Landeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" zweiter Sieger 1999. In dem knapp 100 Einwohner zählenden Ortsteil Windhausen ist neben der Wallfahrtskirche "Zur schwarzen Muttergottes" Schloss Schöneck zu nennen, die gegen Ende des 12. Jahrhunderts als Reichsburg von dem Reichsministerialen Konrad von Boppard erbaut wurde. Zur Burg gehörte auch der Schönecker Hof in der heutigen Eltzerhofstraße in Boppard. 1330 schlossen sich die Schönecker mit den Eltzern, Waldeckern und den benachbarten Ehrenbergern zum Schutzbündnis gegen die Kurtrierische Expansion unter Balduin von Luxemburg. Schöneck wurde im 19. Jahrhundert zum heutigen Schloss ausgebaut. Auf der sogenannten Schwedenschanze steht die große Schutzhütte mit Grillhaus und Sanitärtrakt, das vom Wanderclub Hübingen-Windhausen erbaut wurde und verwaltet wird.

regioNet mittelrhein (Institut für Geschichtliche Landeskunde an der Universität Mainz e.V.)