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11.06.18 10:23 Alter: 14 Tage

Umweltministerin Ulrike Höfken macht Naturschutzexkursion im Naturschutzgebiet Hintere Dick

Naturschutzexkursion in Boppard

Die rheinland-pfälzische Umweltministerin Ulrike Höfken auf Naturschutzexkursion in Boppard. Hier betrachtet sie mit Bürgermeister Dr. Walter Bersch den Dickkopffalter, eine in den Tropen wie in Boppard vorzufindende Schmetterlingsart.

Die Stadt Boppard ist reich an Natur. Wälder, Weinberge und Obstwiesen prägen das Bild. Vor 50 Jahren kartierte das Statistische Landesamt über 500 Hektar Streuobst auf dem Gebiet der Stadt. Keine andere Kommune im nördlichen Rheinland-Pfalz hat so viele Streuobstwiesen wie Boppard. Aus diesem Grund stellte 1998 die damalige Bezirksregierung Koblenz 62 Hektar der Hinteren Dick unter Naturschutz. Seitdem hat sich viel getan. Die Landespflege hat viele Flächen entbuscht, Bäume gepflegt und geschnitten. Im letzten Winter wurden im Rahmen der Aktion Grün wieder neue Flächen der Verwilderung entrissen und wieder reaktiviert. So soll in den nächsten Jahren die Hintere Dick und angrenzende Flächen in ihrer ursprünglichen Gestalt wiederbelebt werden. Um sich ein Bild der aktuell laufenden Maßnahmen zu machen, besichtigte die Umweltministerin von Rheinland-Pfalz Ulrike Höfken mit Bürgermeister Dr. Walter Bersch am vergangenen Sonntag, 03.06.2018, das Naturschutzgebiet. Gemeinsam mit Schmetterlings- und Insektenspezialisten erkundeten sie das Gebiet. Dabei konnten viele Rote Liste Arten kartiert werden. Der Neuntöter, der Große Schillerfalter und der Kleine Eisvogel waren darunter. Trotz der fortgeschrittenen Saison konnten die Teilnehmer der Exkursion auch Orchideen und andere seltene Pflanzenarten beobachten. „Die Hintere Dick ist ein gelungenes Beispiel, wie konsequente und langfristige Arbeit der Landespflege zum Erfolg führen kann“, so Ulrike Höfken, „hier werden Gelder auch in der Zukunft nachhaltig investiert“. Auf der Wanderung machte Bürgermeister Dr. Bersch auf die großen Potentiale dieses Gebietes aufmerksam. „Die aktuelle Flurbereinigung in Kombination mit der Landespflege und einem sanften Wandertourismus bieten große Potentiale, die auch für die BUGA 2031 genutzt werden können. Die einzigartige Natur in und um Boppard nutzt mit ihren zahlreichen Erholungsmöglichkeiten nicht nur der Tourismusentwicklung, sondern auch unseren Bürgern ebenso.“