Breitbandausbau: Rhein-Hunsrück-Kreis erhält 27 Millionen Euro für den Gigabitausbau

Auf dem Weg zum weiteren Breitbandausbau hat der Rhein-Hunsrück-Kreis einen wesentlichen Meilenstein erreicht: Landrat Volker Boch hat von Digitalisierungsminister Alexander Schweitzer einen Zuwendungsbescheid in Höhe von rund 27 Millionen Euro zur Förderung des Gigabitausbaus erhalten. „Der Rhein-Hunsrück-Kreis ist die zweite Gebietskörperschaft in Rheinland-Pfalz, die vom ,Graue-Flecken-Programm‘ des Bundes profitiert und eine Ko-Finanzierung des Landes erhält“, freute sich der rheinland-pfälzische Digitalisierungsminister Alexander Schweitzer.

Der Minister überreichte dem Landrat den Förderbescheid über 26.920.000 Euro in der Kreisverwaltung in Simmern. „Für unsere Region ist diese Förderzusage ein wichtiger Schritt, um unseren Landkreis weiter zu stärken“, erklärte Landrat Boch.

Dem Förderantrag des Landkreises liegt eine Investitionssumme von rund 67,3 Millionen Euro zugrunde. Hierzu wurde bereits eine Bundesförderung in Höhe von 33,65 Millionen Euro bewilligt. Neben der Förderung des Landes Rheinland-Pfalz trägt der Landkreis zudem den Eigenanteil für seine Kommunen mit. Der Rhein-Hunsrück-Kreis investiert im Rahmen des geförderten Breitbandausbaus 6,73 Millionen Euro.

„Der weitere Breitbandausbau ist von großer Bedeutung für den Rhein-Hunsrück-Kreis“, führte der Landrat aus. „Unser Landkreis ist leistungsstark und entwickelt sich sehr gut. Und dies wollen wir für unsere Bürgerinnen und Bürger, für unsere Kommunen und für unsere Unternehmen weiter festigen. Ich freue mich darauf, dass wir die digitale Versorgung im Rhein-Hunsrück-Kreis auf diese Weise in den kommenden Jahren massiv ausbauen werden.“

Im Rahmen des Ausbauprojekts sollen in den kommenden Jahren Bandbreiten von mindestens 1 Gigabit pro Sekunde entstehen. Insgesamt werden durch das „Graue-Flecken-Programm“ 3.477 als „unterversorgt“ geltende Privathaushalte sowie 176 Unternehmen in Gewerbegebieten in den Verbandsgemeinden Hunsrück-Mittelrhein (946), Kastellaun (835), Kirchberg (403), Simmern-Rheinböllen (719) und in der Stadt Boppard (574) an schnelles Internet angeschlossen. Gefördert werden neben der Verlegung der neu zu schaffenden Glasfaserkabelkilometer auch die damit einhergehenden Tiefbauleistungen sowie neu zu verlegende Leerrohrinfrastrukturen.

„Parallel zum geförderten Ausbau gibt es ergänzend einen eigenwirtschaftlichen Ausbau verschiedener Telekommunikationsunternehmen im Landkreis“, erklärte Landrat Volker Boch. „Insbesondere das Kooperationsprojekt von WestConnect/Vodafone mit 17.600 Adressen im gesamten Kreisgebiet ist an dieser Stelle zu erwähnen. Auch das Unternehmen GlasfaserPlus will weitere rund 7.500 Adressen im Kreisgebiet erschließen.“

In der aktuellen, sogenannten ersten Förderphase des „Graue-Flecken-Programms“ sind nur Adressen förderfähig, die gegenwärtig eine Versorgung unter 100 mbit/s haben. Doch die Planungen der Kreisverwaltung gehen bereits heute darüber hinaus: In der Folge der aktuellen Planungen soll es im Rhein-Hunsrück-Kreis eine erneute Förderphase geben, für die nach derzeitiger Sachlage 366 Adressen im Kreisgebiet vorgesehen sind. Damit dieser Plan umgesetzt werden kann, muss zunächst der Bund neue Förderrichtlinien erlassen und danach auch das Land Rheinland-Pfalz.