Der Klettersteig, der sich malerisch entlang der steilen Hänge des Bopparder Hamms schlängelt und beeindruckende Ausblicke auf die Stadt und das UNESCO-Welterbegebiet bietet, zieht jährlich zahlreiche Gäste an. Mit insgesamt 5,3 Kilometer Länge und einer Gehzeit von etwa 2,5 bis 3 Stunden stellt er eine sportliche Herausforderung dar. Dabei überwindet der Steig mit zehn Leitern, 130 Trittbügeln und rund 180 Metern Drahtseil insgesamt elf anspruchsvolle Kletterpassagen, die durch teils steile Felsen führen.
Bessere Sicherheit und neue Schilder
Zum 20-jährigen Jubiläum wird der Klettersteig nun weiter optimiert, um sowohl die Sicherheit zu erhöhen als auch die Orientierung zu verbessern. Die Stadt Boppard plant die Erneuerung der Schilder für die Rettungspunkte im Rahmen eines neuen Schilderkonzepts. Dies soll die Auffindbarkeit und die Kommunikation bei Notfällen erleichtern. Auch das Schild am Einstieg wird aktualisiert und mit wichtigen Hinweisen in drei Sprachen – Deutsch, Englisch und Niederländisch – versehen, um internationalen Besuchern gerecht zu werden.
Ein weiterer Punkt ist die Verbesserung der Zugänglichkeit von Bereichen, die im Laufe der Jahre durch Erosion und Nutzung etwas in Mitleidenschaft gezogen wurden. Abgerutschte Wege sollen wieder besser begehbar gemacht werden, sodass auch weniger geübte Wanderer und Kletterfreunde den Steig sicher genießen können.
Das Jubiläum und die Bedeutung des Klettersteigs
„Der Mittelrhein-Klettersteig hat sich in den letzten zwei Jahrzehnten zu einem wichtigen Bestandteil des touristischen Angebots in Boppard entwickelt. Nicht nur die sportliche Herausforderung, sondern auch die atemberaubende Aussicht und die Nähe zur Natur machen ihn zu einem einmaligen Erlebnis“, sagt Boppards Bürgermeister Jörg Haseneier. „Mit den geplanten Verbesserungen setzen wir auf eine langfristige Nutzung und möchten den Steig für alle Besucherinnen und Besucher noch sicherer und zugänglicher machen.“
Der Steig wurde in Zusammenarbeit mit Mitgliedern der Sektion Koblenz des Deutschen Alpenvereins und dem Bauhof der Stadt Boppard realisiert. Bereits bei der Eröffnung im Jahr 2006 war er als sportliche Variante des Rhein-Burgen-Wanderweges und als ernstzunehmende Herausforderung für Alpinisten anerkannt. Die Verbindung von Wander- und Klettersteigabenteuern hat seitdem zahlreiche Besucher aus nah und fern angezogen.
Erweiterung der touristischen Attraktionen
Mit der Eröffnung des Klettersteigs wurde Boppard als Touristenort weiter aufgewertet. Der Steig ergänzt andere Sehenswürdigkeiten der Region wie die Sesselbahn, den Vierseenblick, die Hunsrückbahn, die Wanderwege Saar-Hunsrück-Steig, den RheinBurgenWanderweg und die Ehrbachklamm. Durch die sportliche Herausforderung und die Nähe zu den UNESCO-Welterbestätten bietet der Klettersteig eine besondere Möglichkeit, die natürliche Schönheit des Mittelrheins aus einer neuen Perspektive zu erleben.
Der Klettersteig ist weiterhin auf eigene Gefahr zu begehen und es wird die Verwendung von Klettersteigausrüstung empfohlen, die unter anderem im BaseCamp in Boppard ausgeliehen werden kann, wo den Gästen auch gezeigt wird, wie die Klettersteigausrüstung anzulegen ist. Die Route bietet zudem verschiedene Umgehungsmöglichkeiten für weniger geübte Kletterer, insbesondere in den anspruchsvolleren Bereichen wie dem ehemaligen Steinbruch und den steilen Weinbergen.
