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Boppard steht zur Regioklinik: Stadt, Stiftung und GK-Mittelrhein gemeinsam für den Standort Heilig Geist

Die Stadt Boppard, die Stiftung „Hospital zum Heiligen Geist“, und das Gemeinschaftsklinikum Mittelrhein (GK-Mittelrhein) setzen gemeinsam ein Zeichen für die Zukunft des Krankenhauses Heilig Geist. Boppards Bürgermeister Jörg Haseneier, der Vorsitzende der Stiftung „Hospital zum Heiligen Geist“, Pastor Stefan Dumont, und das Direktorium des Heilig Geist Krankenhauses bekräftigen bei einem gemeinsamen Fototermin ihre Unterstützung für die Weiterentwicklung des Krankenhauses zu einem sektorenübergreifenden Versorger, zu einer sogenannten Regioklinik.

Mit einer Umwandlung zur Regioklinik erhält der Standort Heilig Geist eine neue Struktur und einen neuen Versorgungsauftrag. Im Mittelpunkt stehen die Bereiche Innere Medizin, Geriatrie, Psychosomatik, Wundmedizin und Plastische Chirurgie. Damit bleibt Boppard ein wichtiger Standort für die wohnortnahe medizinische Versorgung in der Region. „Boppard steht zur Umwandlung in eine Regioklinik und damit zur medizinischen Versorgung vor Ort“, erklärt Boppards Bürgermeister Jörg Haseneier. „Wir haben im Februar im Stadtrat eine klare Entscheidung getroffen und zugesagt, den Standort in den Jahren 2026 und 2027 mit bis zu zwei Millionen Euro zu unterstützen. Zu dieser Zusage stehen wir.“

Diese Unterstützung wird nun konkret: Für das Jahr 2026 wird am Klinikstandort Heilig Geist derzeit ein Jahresfehlbetrag von rund 1,34 Millionen Euro erwartet. Nach der Beteiligung des Förderkreises Hospital zum Heiligen Geist in Höhe von 100.000 Euro verbleibt ein Betrag von rund 1,24 Millionen Euro, der durch die Stadt Boppard aufzubringen ist. Im Haushaltsplan 2026 waren hierfür bereits 350.000 Euro vorgesehen. Weitere 900.000 Euro sollen nun überplanmäßig bereitgestellt werden. Über die entsprechende Mittelbereitstellung entscheidet der Stadtrat in seiner Sitzung am 21. September 2026.

Die Finanzierung der zusätzlichen 900.000 Euro soll durch Mehreinnahmen erfolgen. Dazu gehören eine Kostenbeteiligung der Stiftung zum Heiligen Geist in Höhe von 200.000 Euro sowie Gewerbesteuernachzahlungen in Höhe von 700.000 Euro.

„Die Unterstützung des Klinikstandorts ist für die Stadt eine erhebliche finanzielle Belastung. Wir übernehmen diese Verantwortung bewusst, weil wir von der Bedeutung einer wohnortnahen medizinischen Versorgung überzeugt sind“, so Bürgermeister Jörg Haseneier. „Gleichzeitig muss eine neue Regioklinik ihre eigene Perspektive entwickeln und sich medizinisch wie wirtschaftlich zukunftsfähig aufstellen.“

Auch die Stiftung „Hospital zum Heiligen Geist“ unterstreicht mit ihrer finanziellen Beteiligung ihre Verbundenheit mit dem Standort. „Wir helfen, weil wir in der neuen Konzeption eine Zukunft für unser Krankenhaus sehen. Auch wenn die Menschen manche gewohnten Leistungen nicht mehr in Anspruch nehmen können, ist beispielsweise gerade mit der Geriatrie eine gute stationäre Versorgung für die Menschen aus den umliegenden Seniorenhäusern gegeben.“ Pastor Stefan Dumont und die Mitglieder des Stiftungsrates bleiben mit den Verantwortlichen des Hauses im Gespräch: „Die ersten Wochen und Monate bringen auch Unklarheiten mit sich, zum Beispiel bei der Frage, welche Kriterien für Alltagsnotfälle gelten. Das muss den Leuten auch gut erklärt werden.“

Für das GK-Mittelrhein steht die weitere Entwicklung der Regioklinik im Mittelpunkt. „Im Rahmen der Leistungsgruppenzuordnung Anfang September hat sich Landesgesundheitsminister Clemens Hoch für eine Regioklinik in Boppard ausgesprochen. Dieses wichtige Bekenntnis macht deutlich, dass wir mit unserem bereits angedachten Konzept auf dem richtigen Weg sind“, betont Alexandra Kiauk, Geschäftsführerin GK-Mittelrhein. Nun ist es Ziel, die neuen Strukturen zu etablieren, die medizinischen Schwerpunkte weiterzuentwickeln und den Standort nachhaltig aufzustellen. Dazu das Direktorium des Standortes: „Unsere Patienten profitieren von unserem erfahrenen Team vor Ort und der klaren Spezialisierung auf die genannten Kernbereiche. Gemeinsam stellen wir sicher, dass Abläufe im Sinne des Patienten gestärkt und die Versorgungsqualität in diesen Fachrichtungen nachhaltig gesichert wird.“


Bürgermeister Jörg Haseneier betont abschließend: „Stadt, Stiftung und GK-Mittelrhein stehen gemeinsam zum Standort Heilig Geist. Die finanzielle Unterstützung ist ein wichtiger Baustein. Jetzt geht es darum, die Regioklinik mit einer klaren medizinischen und wirtschaftlichen Perspektive dauerhaft in Boppard zu verankern.“