Ortsbezirke

Ortsbezirke der Stadt Boppard

  • Bad Salzig

    Bad Salzig
    Bad Salzig

    Der Name Salzig ist keltischen Ursprungs. Bodenfunde haben bewiesen, dass bereits im 2./3. Jh. n.Chr. der Ort, an der römischen Heerstraße Mainz - Köln gelegen, bewohnt war. Die Bezeichnung "Bad", die 1925 verliehen wurde, verdankt der Ort der Initiative des ostpreußischen Hauptmanns i.R. Theodor Hoffmann. Er ließ 1902 bis 1905 die "Barbara-" und die "Leonorenquelle" bohren.
     Aus 446 Meter Tiefe sprudelt das Quellwasser der Leonorenquelle. Es handelt sich hierbei um ein "Natrium-Chlorid-Hydrogenkarbonat-Sulfat-Wasser". Das Wasser kann im historischen Bäderhaus der Mittelrhein-Klinik, eine Fachklinik für Gastroenterologie, Onkologie und Psychosomatik, zu den entsprechenden Öffnungszeiten verkostet werden. Eine Abfüllung des Wassers ist an einem Brunnen in der Nähe des Kurparks an der Salzbornstraße, Ecke Römerstraße Richtung Bad Salzig möglich. Die Mittelrhein-Klinik führt stationäre, ganztägig ambulante, ambulante Rehabilitationsmaßnahmen sowie Anschlussrehabilitationen in den entsprechenden Indikationen durch und liegt in Trägerschaft der Deutschen Rentenversicherung Rheinland-Pfalz.
     In Bad Salzig hat auch die Firma Sebapharma, Deutschlands größter Produzent seifenfreier Körperpflegemittel, ihren Sitz. Das milde Klima und die lange Sonneneinstrahlung begünstigen den Anbau von Obst, insbesondere von Süß- und Sauerkirschen. Auf der gegenüberliegenden rechten Rheinseite liegen die Burgen Sterrenberg und Liebenstein, im Volksmund die "Feindlichen Brüder" genannt.

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  • Boppard

    Boppard
    Boppard
    Buchenau
    Buchenau

    Auch der Name Boppard ist keltischen Urspungs und lässt darauf schließen, dass das Gebiet bereits in dieser Zeit besiedelt war. In römischer Zeit bildete sich an der am Rhein entlangführenden Heerstraße in Boppard eine feste Siedlung, die nach dem Fall des Limes mit einem kleinen Kastell verstärkt wurde. Nach dem Rheinübergang der Germanen 406/407 wurde die militärische Besatzung abgezogen, während sich eine Siedlung im Schutz der Kastellmauern erhielt. Bereits Mitte des 5. Jh. wurde das ehemalige Kastellbad zu einer ersten christlichen Kirche umgebaut. Die fränkischen Könige bildeten im Frühmittelalter am Mittelrhein ausgedehnte Königsgüter, wobei Boppard mit einem Königshof einer der Schwerpunkte war. Von dieser Situation ausgehend entwickelte sich die Stadt zu einer freien Reichsstadt und war im 13. Jh. Mitglied des Rheinischen Städtebundes. 1312 verpfändete König Heinrich VII. die Stadt seinem Bruder, dem Kurfürsten Balduin von Trier, der sie bald darauf mit militärischen Mitteln seiner Macht unterwarf und inmitten der Stadt eine Burg baute. Boppard wurde kurtrierische Oberamtsstadt, wobei sich die Bewohner nur schwer mit diesem Status abfand und bis zum Ende dieser Herrschaft zu Unruhe und Aufruhr neigten. Seit dem Hochmittelalter entstanden in Boppard neben dem vom St. Martinstift in Worms abhängigen Severusstift, das adlige Benediktinerinnenkloster auf dem Marienberg, das südlich der Stadt gelegene Franziskanerinnenkloster St. Martin, sowie die in der Stadt gelegenen Männerklöster der Franziskaner und Karmeliter. 1794-1813 wurde Boppard mit dem gesamten Rheintal französisch; dabei wurden nicht nur Stifte und Klöster aufgelöst, auch traditionelle Verwaltungsgliederungen fanden in dieser Zeit ein Ende.1815 wurde die Stadt preußisch und verlor ihre regionale Verwaltungsfunktion. Die landschaftliche Lage, die Entstehung einer Kaltwasserheilanstalt, sowie der Bau der Eisenbahn 1859 wiesen Boppard den Weg zu einer Kur- und Fremdenverkehrsstadt.

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  • Buchholz

    Buchholz
    Buchholz

    Buchholz ist das Zentrum des sogenannten Niederkirchspiels, der 4 Ortsbezirke. 1224 erstmals urkundlich genannt entwickelte sich Buchholz als Rodungssiedlung etwa 2 km westlich der vorgeschichtlichen und schon von den Römern benutzten Straße von Koblenz über die Rheinhöhen nach Süden. Buchholz erlebte die schnellste Bevölkerungsentwicklung mit rd. 600 Einwohnern vor 1940 und knapp 2.500 zum Ausgang dieses Jahrhunderts. Um den 1908 2 km entfernt östlich vom Ort errichteten Bahnhof der Hunsrückbahn entstand der Ortsteil Bahnhof. In den 60er Jahren kam die Siedlung Ohlenfeld hinzu. In den 70er Jahren wurde die bis dahin unbebaute Fläche zwischen dem alten Ortskern und Bahnhof durch die Neubausiedlung Buchholz Mitte geschlossen.
    Buchholz verfügt über ein ansprechendes Geschäftszentrum mit Verbrauchermarkt, weiteren Einzelhandelsgeschäften, Banken, Arztpraxen und Apotheke sowie auch über eine gute kommunale Infrastruktur. Hierbei ist einmal die dreizügige Grundschule mit der auch für gesellschaftliche Zwecke genutzten Turnhalle, dem 6-Gruppen-Kindergarten, auch ein mit Flutlicht ausgestattetes Sportzentrum. In Buchholz beginnen zahlreiche Wanderwege, die durch mehrere Seitentäler einmal zum Rhein und einmal zur Mosel führen. Besonders erwähnenswert ist hierbei die Ehrbachklamm.

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  • Herschwiesen

    Herschwiesen
    Herschwiesen
    Windhausen
    Windhausen

    Herschwiesen ist der älteste Ort und Keimzelle des Niederkirchspiels zugleich. Dabei handelte es sich um eine 1476 von Boppard losgelöste Filialkirche, die vom Trierer Erzbischof zur eigenständigen Pfarrei gegliedert wurde. Ortsbildprägend ist die erhöht stehende Pfarrkirche St. Pankratius mit Pfarrhaus und Ökonomiegebäude, die durch eine große Ringmauer umgeben ist. Unmittelbar hieran grenzt das Dorfgemeinschaftshaus an. Tragender Verein im Ort ist der Geselligkeitsverein Herschwiesen, der jährlich im Mai die große Pankratiuskirmes ausrichtet. Herschwiesen ist durch große Streuobstwiesen in einer Landschaftsmulde eingegrünt. Gemeinsam mit dem Ortsteil Windhausen, 1245 erstmals urkundlich erwähnt, wurde Rheinland-Pfalz im Landeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" zweiter Sieger 1999. In dem knapp 100 Einwohner zählenden Ortsteil Windhausen ist neben der Wallfahrtskirche "Zur schwarzen Muttergottes" Schloss Schöneck zu nennen, die gegen Ende des 12. Jahrhunderts als Reichsburg von dem Reichsministerialen Konrad von Boppard erbaut wurde. Zur Burg gehörte auch der Schönecker Hof in der heutigen Eltzerhofstraße in Boppard. 1330 schlossen sich die Schönecker mit den Eltzern, Waldeckern und den benachbarten Ehrenbergern zum Schutzbündnis gegen die Kurtrierische Expansion unter Balduin von Luxemburg. Schöneck wurde im 19. Jahrhundert zum heutigen Schloss ausgebaut. Auf der sogenannten Schwedenschanze steht die große Schutzhütte mit Grillhaus und Sanitärtrakt, das vom Wanderclub Hübingen-Windhausen erbaut wurde und verwaltet wird.

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  • Hirzenach

    Hirzenach
    Hirzenach

    Zwischen dem Rheinstrom und den bewachsenen Hängen des rheinischen Schiefergebirges, liegt der Ortsbezirk Hirzenach. Eindrucksvoll und sehenswert ist das ehem. Propsteigebäude und jetzige Pfarrhaus aus dem 18 Jh.:. Eine kleine romanische Pfeilerbasilika in Kreuzform mit wuchtigem Turm und frühgotischem Chor ist wertvolles Zeugnis einer klösterlichen Niederlassung. Zu Beginn des 12Jh. kamen Güter in Hirzenach an die Benediktinerabtei in Siegburg mit dem Auftrag, hier eine klösterliche Niederlassung zu gründen. Die daraufhin entstandene Propstei, die im Laufe der Zeit eine reiche Güterausstattung ansammeln konnte, verblieb bis zur französischen Zeit bei der Abtei in Siegburg. 1802 wurde die Propstei säkularisiert, die Kirche konnte als Pfarrkirche weiter genutzt werden.

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  • Holzfeld

    Holzfeld
    Holzfeld

    Holzfeld ist der südlichste Ortsbezirk von Boppard. Dank seiner sonnigen Höhenlage, seiner waldreichen Umgebung und der gepflegten Wanderwege, ist dieser Ort, auf der Hauptterrasse des Rheintals an der Rheingoldstraße liegend und durch seine Nähe zur Autobahn, ein beliebtes Wander- und Ausflugsziel. Es werden auf ideale Weise die Romantik des nahen Rheintals mit der Natur des angrenzenden Hunsrücks verbunden.
     Auf einer Anhöhe im nordwestlichen Teil des Dorfkerns steht die evangeliche Kirche aus dem 16. Jh. mit mittelalterlichen Turm, ehemals Schutz- und Trutzkirche, früher mit einer hohen Mauer versehen. Sie ist eine der wenigen noch erhaltenen Wehrkirchen im Kreis. Im Innern ist ein sechseckiger Taufstein aus Basaltlava aus vorgotischer Zeit aufgestellt. Holzfeld wurde beim Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden", in der Sonderklasse auf Landesebene ausgezeichnet und wurde Sieger beim Wettbewerb "Ökologische Leistungen der Gemeinde".

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  • Oppenhausen

    Oppenhausen
    Oppenhausen
    Hübingen
    Hübingen

    Der westlichste Ortsbezirk der Stadt Boppard bis 2 km an die Mosel anreichend ist Oppenhausen, das um 1330 erstmals urkundlich erwähnt wurde. 1563 werden in Oppenhausen 12 Anwesen (Feuerstellen) gezählt. Heute verfügt der Ort mit der Niederkirchspielhalle sowie dem angrenzenden Rasensportplatz über eine sehr gute Freizeiteinrichtung. Im ehemaligen Backhaus, dessen 2 Öfen heute noch regelmäßig genutzt werden, befindet sich auch der Jugendtreff, der von der sogenannten Backesjugend organisiert wird. Im Ortsleben tun sich besonders der Sportverein Eintracht Oppenhausen (Fußball und Tischtennis) sowie die Karnevalsgesellschaft Niederkirchspiel hervor.
    Zum Ortsbezirk Oppenhausen zählt auch das Straßendorf Hübingen mit rd. 130 Einwohnern. In der Ortsmitte steht das Backhaus, neben dem 1960 eine Kapelle errichtet wurde. Die Gemarkung Oppenhausen wird u. a. durch die eigentliche Ehrbachklamm umgrenzt, an deren Beginn die zu Oppenhausen zählenden Daubisberger Mühle sowie Rauschenmühle liegen. Am Ende der Ehrbachklamm und gegenüber der Eckmühle befindet sich das Freizeitgelände "Stierwiese" mit Schutzhütte.

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  • Rheinbay

    Rheinbay
    Rheinbay

    Rheinbay, geschützt am Fuße der Hunsrückberge, an der Rheingoldstraße gelegen, bietet Erholungssuchenden und Wanderern optimale Möglichkeiten. Einen besonderen Reiz zeigt der Ort zur Zeit der Kirschblüte im Monat Mai, wenn sich die zahlreichen Streuobstwiesen in eine bunte Pracht verwandeln. In Rheinbay befand sich bereits 1114 Besitz der klösterlichen Niederlassung Hirzenach. Die engen Bindungen an die Propstei Hirzenach blieben bis zur Säkularisierung im Jahr 1802 erhalten.

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  • Udenhausen

    Udenhausen
    Udenhausen

    Die erste urkundliche Erwähnung von Udenhausen datiert von 1021. Das langgestreckte Dorf liegt auf einem ins Brodenbachtal abfallenden Hang, rd. 500 m entfernt von der Hunsrückhöhenstraße (B 327). Im Landeswettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden" hat Udenhausen in der Vergangenheit zahlreiche Prämierungen erhalten. Ortsbildprägend ist die St. Nikolauskirche. Das Dorfgemeinschaftshaus (Kohlbachhaus) hat sich aus der ehemaligen Dorfschule entwickelt. Neben dem gut erhaltenen Backhaus ist besonders der Fußballrasenplatz mit Umkleidegebäude hervorzuheben.

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    www.heimatmuseum-udenhausen.de

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  • Weiler

    Weiler
    Weiler
    Fleckertshöhe
    Fleckertshöhe

    Erstmals wird 1149 ein Hof in Weiler erwähnt, der der neu entstandenen Hirzenacher Propstei gehörte. 1315 erscheint eine ortsansässige Adelsfamilie, deren Stammsitz die 1614 letztmals genannte und heute völlig verschwundene Kleeburg war. Direkt an der Rheingoldstraße liegt der Ortsbezirk Weiler, zu dem der 1844 entstandene Luftkurort Fleckertshöhe gehört. Mit 531 m über NN stellt die Fleckertshöhe die höchste Erhebung der Stadt Boppard dar. Dem interessierten Wanderfreund bietet sich ein weitreichender Blick über die Höhen des Schiefergebirges.

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