Damit machen beide Unternehmen einen wichtigen Schritt zum weiteren Ausbau erneuerbarer Energien im Rhein-Hunsrück-Kreis.
Die STAWAG betreibt aktuell bereits neun Windparks mit insgesamt 31 Windkraftanlagen im Rhein-Hunsrück-Kreis. Die Kooperationsvereinbarung ermöglicht der ERH insbesondere im Rahmen der anstehenden Repoweringplanung sowie bei neuen Projekten z.B. im Rahmen der sogenannten „Isolierten Positivplanung“ auf Ebene der Verbandsgemeinden, einzelne Windräder im sogenannten „Open-Book-Verfahren“ von der STAWAG zu übernehmen. Dies bedeutet, dass die Kosten in einem vertraglich vereinbarten Verfahren transparent und fair offengelegt werden.
Dadurch erhält die 2025 gemeinsam vom Landkreis, der Stadt Boppard, den vier Verbandsgemeinden und der Rhein-Hunsrück Entsorgung gegründete ERH die Möglichkeit, sich finanziell an neuen Windkraftanlagen zu beteiligen.
Gleichzeitig ermöglicht dies einen direkten Zugriff auf lokal erzeugten erneuerbaren Strom, der für den Aufbau eines lokalen Stromhandels über einen eigenen Strombilanzkreis genutzt werden kann.
Nachdem die Vertragsverhandlungen mit der STAWAG erfolgreich abgeschlossen wurden, hat die Gesellschafterversammlung der ERH dem Kooperationsrahmenvertrag zugestimmt.
„Die Vereinbarung ist richtungsweisend auch im Hinblick auf die Gespräche mit den weiteren Windkraftbetreibern im Rhein-Hunsrück-Kreis“, sagt der Vorsitzende der ERH-Gesellschafterversammlung, Landrat Volker Boch auch stellvertretend für die Bürgermeister der Verbandsgemeinden und der Stadt Boppard. „Somit sind wir unserem Ziel, die lokalen Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Kommunen zukünftig mit stabilen Strompreisen versorgen zu können einen Schritt näher gekommen“, freut sich der kaufmännische Geschäftsführer der ERH, Thomas Lorenz. „Die pachtgebenden Gemeinden sollen bei der kaufmännischen Übernahme eines Windrades durch die ERH weiterhin eins-zu-eins die mit der STAWAG vertraglich vereinbarten Pachtzahlungen erhalten. Zusätzlich bieten sich für die Region finanzielle Teilhabemöglichkeiten sowie die Möglichkeit für Bürgerstromtarife an“, erläutert der technische Geschäftsführer Frank-Michael Uhle die Bedeutung der Kooperationsvereinbarung.
--- Pressemitteilung der Kreisverwaltung des Rhein-Hunsrück-Kreises ---
