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Baubeginn der Sanierung der Rheinufermauer in Boppard: Auftakt für nachhaltige Sicherung und Neugestaltung des Rheinufers

Anwesend waren Vertreter des Planungsbüros und des Bauunternehmens, Vertreter der Stadtverwaltung Boppard sowie der Erste Beigeordnete Helmut Zindorf und Ortsvorsteherin Alexa Bach.

Im Anschluss an den symbolischen Baustart wurden die geplanten Maßnahmen im Detail vorgestellt. Die Rheinufermauer wird im Rahmen eines mehrstufigen Bauprojekts umfassend saniert. Zu den zentralen Arbeiten zählen unter anderem der Rückbau und die Erneuerung geschädigter Mauerbereiche, der Austausch einzelner Natursteine sowie die Überarbeitung der Fugen. Darüber hinaus wird die Konstruktion der Mauer durch Verankerungen stabilisiert. Ergänzend sind neue Fundamente und konstruktive Verstärkungen vorgesehen, ebenso wie eine Optimierung der Entwässerung.

Ein weiterer Bestandteil des Projekts ist die Sanierung der Treppenaufgänge sowie die Vorbereitung neuer Anlagen. Teilbereiche der Mauer werden neu aufgebaut und mit einer Natursteinverblendung versehen. Zusätzlich erfolgt die Sicherung des Uferbereichs durch den Einsatz von Wasserbausteinen.

Die Sanierung erfolgt wasserseitig, um die Arbeiten direkt an der Uferstruktur ausführen zu können. Hierfür wird eine Baustraße auf dem Rhein eingerichtet, die als temporäre Arbeitsplattform dient und den Zugang zur Mauer während der Bauphase ermöglicht.

Die Bopparder Ortsvorsteherin Alexa Bach betonte im Rahmen des Termins die Bedeutung der Maßnahme für die Entwicklung des Rheinufers und die Aufenthaltsqualität vor Ort: „Mit der Sanierung der Rheinufermauer schaffen wir die Grundlage für ein attraktives Rheinpanorama in Boppard, das sowohl den Bürgerinnen und Bürgern als auch unsere Gäste zum Verweilen einlädt und langfristig zugute kommt.“

Die Rheinufermauer in Boppard ist in die Jahre gekommen und teilweise nicht mehr standsicher. Sie muss umfassend saniert werden.
Die Rheinufermauer in Boppard ist in die Jahre gekommen und teilweise nicht mehr standsicher. Sie muss umfassend saniert werden.


Der Erste Beigeordnete Helmut Zindorf hob insbesondere den gewählten Baustart hervor und verwies auf die gute Abstimmung mit der örtlichen Wirtschaft: „Der Beginn der Arbeiten nach den Osterferien ist bewusst gewählt, um Gastronomie und Hotellerie während der wichtigen Ostersaison möglichst wenig zu beeinträchtigen und die Einschränkungen für alle Beteiligten so gering wie möglich zu halten.“

Die Gesamtmaßnahme wird in mehreren Bauabschnitten umgesetzt. Der erste Abschnitt erstreckt sich über rund 330 Meter vom Bereich des Fähranlegers bis zum Karmelitergebäude und soll bis zum Jahresende abgeschlossen sein. Die innere Standsicherheit soll über Zementinjektionen gewährleistet werden. Für die äußere Standsicherheit, die ein Abkippen in Richtung Rhein verhindern soll, werden im Laufe der Arbeiten etwa 1.200 Rückverankerungen ins rückseitige Erdreich eingebracht, um die statische Sicherheit dauerhaft zu gewährleisten.

Die Brutto-Baukosten für das Gesamtprojekt belaufen sich auf rund 3,6 Millionen Euro zuzüglich Nebenkosten, wobei etwa 80 Prozent der förderfähigen Kosten über das Integrierte Städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) des Bundes gefördert werden.

Bereits in der kommenden Woche werden die ersten Steine angeliefert, um die Baustraße aus Wasserbausteinen als temporäre Arbeitsplattform zu errichten. Nach vorbereitenden Abbrucharbeiten sollen ab Mitte kommender Woche die eigentlichen Bau- und Erdarbeiten beginnen. Zur Sicherung der Baustelle wird entlang der betroffenen Bereiche ein Bauzaun mit Sicht- und Staubschutz installiert, der mit der Baustelle „mitwandert“.

Die Sanierung der Rheinufermauer ist eng mit der umfassenden Neugestaltung der Rheinallee verknüpft, mit der es Mitte August losgehen soll. Beide Projekte bilden einen wichtigen Baustein in der städtebaulichen Entwicklung Boppards. Die Fertigstellung der Rheinallee ist im Vorfeld der Bundesgartenschau 2029 vorgesehen. Mit der Maßnahme wird ein bedeutender Schritt zur Sicherung der Infrastruktur am Rhein sowie zur Aufwertung des öffentlichen Raums in Boppard eingeleitet.