Nachdem im Sommer 2026 der lang ersehnte Spatenstich für den Anbau der naturnahen Kindertagesstätte Winkelholzbande erfolgt war, haben inzwischen die Bauarbeiten begonnen. Mit dabei waren damals Boppards Bürgermeister Jörg Haseneier, der Ortsvorsteher Jörg Schuch, die Kitaleitung Janine Jacobs sowie Vertreterinnen und Vertreter des Planungsbüros, der Stadtverwaltung und der Baufirma – und natürlich einige Kinder der Winkelholzbande.
Mit dem Anbau schafft die Stadt Boppard die räumlichen Voraussetzungen, um den gesetzlichen Rechtsanspruch auf einen Ganztagsplatz für alle Kinder der Einrichtung zu gewährleisten. Geplant sind eine neue Küche mit Mensa, ein Ruheraum, Hauswirtschafts- und Sanitäranlagen sowie ein Sozialraum und ein Büro für die Kitaleitung.

Doch bis das neue Gebäude bezugsfertig ist, gibt es auf der Baustelle jede Menge zu entdecken. Für die Kinder eröffnet sich ein spannendes Erlebnisfeld, indem sie die vielfältigen Berufe rund ums Bauen kennenlernen können: Architektinnen und Architekten messen, planen und zeichnen, Baggerfahrer bewegen große Erdmassen, Kranführer lassen schwere Bauteile schweben und Maurer setzen Stein auf Stein, bis nach und nach neue Wände entstehen.
Um das Geschehen aus nächster Nähe zu verfolgen, besuchen wechselnde Kleingruppen der Winkelholzbande die Baustelle in regelmäßigen Abständen als kleine Baustellenreporter. Ausgestattet mit Bauhelm und Sicherheitsweste und begleitet von einer Erzieherin, erkunden sie die Fortschritte und halten ihre Eindrücke mit Fotos und Berichten fest. So können sie anschließend auch den anderen Kindern und interessierten Eltern von ihren Erlebnissen erzählen.

Besonders fasziniert beobachten die Kinder die Bagger und die Bauarbeiter bei ihrer Arbeit. Ein bisheriger Höhepunkt war das Gießen der Betonplatte: Gleich fünf Betonmischer rollten über den Feldweg in den Wald, um den Beton für die Bodenplatte anzuliefern. Das Schauspiel dauerte einige Zeit – und war so spannend, dass kurzerhand sogar das Mittagessen nach draußen verlegt wurde, damit die Kinder keinen Moment verpassten.
Seitdem wächst das neue Gebäude Stück für Stück in die Höhe. Stein für Stein fügt sich der Bau wie ein großes Puzzle zusammen. Während auf der Baustelle die Mauern entstehen, bauen die Kinder nebenan im Sandkasten ihre eigenen kleinen Versionen des neuen Hauses.

Mit dem Aufrichten des Dachstuhls werden die von außen besonders gut sichtbaren Baufortschritte zunächst abgeschlossen sein. Doch auch danach bleibt es für die kleinen Baustellenreporter spannend: Sie dürfen weiterhin verfolgen, wie der Innenausbau voranschreitet und ihr neues Kita-Gebäude allmählich Gestalt annimmt.
So wird der Anbau für die Kinder nicht nur zu einem wichtigen Zukunftsprojekt ihrer Kita, sondern auch zu einem lebendigen Lernort, an dem sie Handwerk, Technik und Teamarbeit unmittelbar erleben können.

