Pädagogisches Konzept

  • Bild vom Kind

    Die Grundlage unserer Arbeit ist den Menschen als Ganzes in seiner Vielfältigkeit, mit seinen Charaktereigenschaften, Anlagen und Fähigkeiten zu sehen, ohne seine Wertigkeit nur an seiner Leistung oder Strebsamkeit festzumachen.

    Wie die Entwicklungspsychologie heute weiß, streben Kinder von Geburt an danach ihre Welt zu entdecken, zu erforschen und zu gestalten. Dies tun sie, in dem man ihnen die Möglichkeit zum Toben, Spielen, Klettern, Rutschen, Riechen, Tasten, Springen und Entdecken gibt. Hierbei entwickeln und erwerben sie die Fähigkeit zur Eigenaktivität, Kreativität, Sicherheit und Selbstwertgefühl. Bewegung und Sport gelten zu Recht als unverzichtbarer Bestandteil der Erziehung des Kindes. Im Vorschulalter haben Bewegungserziehung, Turnen und Sport vor allem das Ziel, der natürlichen Lebensfreude des Kindes Raum zu geben und so das Wohlbefinden und die motorische Fähigkeit zu stärken und eine gesunde Entwicklung zu gewährleisten. Allerdings hat gerade in der frühen Kindheit die Förderung der motorischen Fertigkeiten eine Bedeutung, die weit über die körperliche Gesundheit hinausreicht und die Gesamtentwicklung des Kindes betreffen, und zwar Aspekte der emotionalen, geistigen und sozialen Entwicklung.

    Dies greifen wir in unserer Einrichtung auf und verbinden es mit einer verstärkten Ausrichtung auf die Lebenswirklichkeit von Kindern, sowie einem ganzheitlichen Bewegungs-, Spiel- und Sportverständnis.

  • Ziele und pädagogische Umsetzung

    Ziele der Bewegungserziehung allgemein

    Primäres Ziel unserer Arbeit ist die Unterstützung einer harmonischen, individuellen Gesamtentwicklung eines jeden Kindes und die Entfaltung seiner Persönlichkeit. Bewegung und Spiel stellen zentrale Mittel einer ganzheitlichen Förderung dar. Kindgemäße Angebote zur Entwicklungs-, Gesundheits- und Bildungsbegleitung finden in verschiedenen Bereichen statt.

    Aus den allgemeinen Zielen der Bewegungserziehung ergeben sich für uns schwerpunktmäßig folgende 5 Ziele:

    1. Partizipation in der Kita
    2. Die Die Kinder entwickeln zunehmend Selbständigkeit und eine eigene Persönlichkeit
    3. Kinder entwickeln eine kulturelle Werteorientierung
    4. Die Kinder lernen Bildung als ganzheitlichen immerwährenden Prozess
    5. Die Kinder entwickeln zunehmend ein Bewusstsein für die Umwelt und die Natur

    Näheres hierzu erfahren Sie in einem persönlichen Gespräch oder in unserer Konzeption.


    Offenes Arbeiten im Bewegungskindergarten


    In keinem anderen Lebensalter spielt Bewegung eine so große Rolle wie in der Kindheit, und zu keiner Zeit war Bewegungserziehung aufgrund der Veränderungen in der kindlichen Lebenswelt so wichtig wie heute.

    Bewegung zählt zu den elementaren Ausdrucksformen der Kinder, sie ist Kennzeichen ihrer Lebensfreude und Vitalität. Kinder rennen und springen, steigen und klettern, schaukeln und balancieren, wo auch immer sie die Gelegenheit dazu haben. Dies tun sie aus Lust an der Tätigkeit und den damit verbundenen Empfindungen, aber auch aus Interesse an den Dingen, mit denen sie umgehen und deren Funktionsweise sie kennenlernen wollen. Bewegung bietet vielfältige Gelegenheiten für eine ganzheitliche Bildung und Erziehung.

    Dies steht für uns im direkten Zusammenhang mit dem Arbeiten in Funktionsräumen, in denen die Kinder ihren Interessen und ihrem natürlichen Bewegungsdrang adäquater nachgehen können.

    Funktionsräume bieten den Kindern die Möglichkeit:

    •    Kinder mit gleichen Spielinteressen zu finden
    •     ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachzukommen
    •     eigene Entscheidungen zu treffen
    •     sich in der ganzen Kita zurechtzufinden
    •     Bedürfnisse nicht an einzelnen Personen festzumachen
    •     alle Kinder und ErzieherInnen kennenzulernen
    •     selbständig und eigenverantwortlich zu handeln
    •     an verschiedenen Projekten und Angeboten teilzunehmen


    Kooperation mit dem SC Weiler

    Seit Mai 2013 kooperieren wir mit dem ortsansässigen Fußballverein SC Weiler.

    "Kindergarten-Kids - Mit Bewegung schlau und fit. Eine bewegungsorientierte Gesundheitsförderung durch die Zusammenarbeit von Kindergarten und Sportverein", so heißt es bei der Sportjugend des LSB Rheinland-Pfalz.

    Einmal wöchentlich treffen sich Trainer/Übungsleiter des SC Weiler und ein Teammitglied der Kita mit einer Gruppe von Jungs in der Kita zur gemeinsamen Bewegungsstunde. Diese findet entweder in der Turnhalle der Kita oder auf dem Bolzplatz statt. Laufen, springen, hüpfen, fangen, erste Übungen mit dem Ball - so sieht die Bewegungsstunde inhaltlich aus. Ab dem 5. Geburtstag hat das Kind dann die Möglichkeit zu den "Bambinis" in den Fußballverein zu wechseln, und bringt schon erste Grundfertigkeiten mit dem Umgang mit dem Ball mit, ist koordinativ und konditionell in der Lage ein Fußballtraining zu bestreiten.

  • Räumlichkeiten und Außengelände

    Unsere Funktionsräume und das Aussengelände

    In unserer Einrichtung gibt es verschiedene Funktionsräume:

    1. Bauraum und Tobeecke
    2. Schmusezimmer
    3. Werkstatt
    4. Turnhalle
    5. Aussengelände
    6. Sternchengruppe
    7. Küche
    8. tägl. wechselnde Waldgruppe

    In allen Räumen gibt es gleiche, aber auch spezifische Fördermöglichkeiten:

    • Förderung der Fein- und Grobmotorik
    • experimentieren mit verschiedenen Materialien
    • Absprachen treffen
    • Rücksichtnahme
    • gemeinsames Planen und Tun
    • Regeln erstellen und einhalten
    • Anregung und Förderung der Phantasie
    • Förderung des Sozialverhaltens durch Akzeptanz gegenüber Situationen und Mitspieler
    • Förderung des kognitiven Bereichs durch das Finden von Lösungen und Erlernen der Spielregeln
    • Förderung der sozialen Kompetenz
    • Sprachförderung
    • Förderung der Konzentration und Kommunikation
    • Rückzugsmöglichkeit
    • Konflikte austragen
    • Gefühle ausdrücken
    • verschiedene Sitzgelegenheiten (z.B. auf dem Teppich sitzen verändert die Körperwahrnehmung)
    • Förderung der Kreativität
    • eigene Ideen umsetzen
    • forschen und experimentieren
    • Regeln erstellen und einhalten
    • Freude an der Bewegung
    • den eigenen Körper und damit sich selbst kennenlernen
    • sich mit den eigenen Fähigkeiten auseinandersetzen
    • über Bewegung sich selbst und seine Umwelt wahrnehmen und erkunden
    • Geräte und Materialien ausprobieren und ihre Eigenschaften erfassen
    • sich mit anderen vergleichen und messen, ggf. Niederlagen verkraften lernen, eigene Grenzen erfahren
    • Aggressionsabbau
    • allgemeines Wohlbefinden durch körperliche Aktivität
    • Spielaktionen selbst erfinden und durchführen
    • Hilfestellung geben
    • Kräfte messen
    • Kennenlernen und Erforschen der Natur mit den Veränderungen der Jahreszeiten
    • Sauerstoff tanken - Immunsystem stärken
    • Stärkung des Selbstbewusstseins durch Erfolgserlebnisse
    • Sauberkeitserziehung




    Die Sternchengruppe (Nestgruppe)

    Diese Gruppe ist speziell auf die Bedürfnisse der U3- Kinder abgestimmt.

    Alle Materialien (Spiele, Bücher, Puzzle, Konstruktionsmaterialien etc.) sind altersspezifisch. Hier gibt es neben dem dazugehörigen altersangepasstem Mobiliar auch einen eigenen Schlafraum und Bewegungsraum.

    Die "Kleinen" haben die Möglichkeit in diesen Räumen anzukommen, die (meist erste) Trennung vom Elternhaus zu verarbeiten und mit Gleichaltrigen in Kontakt zu treten.

    Aber auch Kinder aus anderen Altersstufen dürfen die "Sternchen" besuchen.

    • altersspezifisches Material, Mobiliar und Angebote
    • vielfältige Bewegungsmöglichkeiten (klettern, springen, schaukeln etc.)
    • Erfahren des eigenen Körpers
    • neue Erfahrungen sammeln
    • seine eigenen Grenzen kennenlernen
    • die Grenzen und Bedürfnisse der anderen Kinder wahrnehmen und akzeptieren
    • erste Spielpartner finden
    • in Kontakt treten mit anderen
    • zur Ruhe kommen
    • in andere Rollen schlüpfen
    • Sprachförderung


    Die Küche

    Wir bieten den Kindern am Morgen zwischen 7.15 - 10.30 Uhr ein ausgewogenes und gesundes Frühstück an. Durch die Vielzahl an verschiedenen Brot-, Gemüse-, Obst-, Müsli-, Wurst- und Käsesorten sowie diversen Brotaufstrichen hat das Kind eine Auswahl an schmackhaften Frühstücksbestandteilen.

    • die Kinder bestimmen selbst was und wie viel sie essen
    • die Kinder können den Zeitpunkt des Essens selbst bestimmen
    • unbekanntes Essen wird ohne Zwang probiert
    • gustatorische und olfaktorische Wahrnehmung
    • sie erlernen Mengen einzuschätzen
    • angeleitete Koch- und Backangebote
  • Der Tagesablauf

    Der Tagesablauf im Regelkindergarten (3-6 Jährige)

    • ab 7.00 Uhr ist die Einrichtung für alle geöffnet
    • um 9 Uhr machen die angemeldeten Waldkinder sich fertig und gehen (meist) auf den Waldplatz
    • bis ca. 11.30 Uhr können die geöffneten Funktionsräume und das Aussengelände von den Kindern genutzt werden, Angebote und Aktionen finden statt
    • 9.15-ca. 9.45 Uhr: Frühtreff (bei besonderen Anlässen wie z.B. Umzug von einem Sternchen oder Abschied)
    • bis 10.30 Uhr kann in der Küche gefrühstückt werden (Buffet)
    • ca 11.30 Uhr: Ende der Freispielphase, aufräumen, Treffen in der Turnhalle zum Abschlusskreis oder gemeinsam ins Aussengelände, Angebot von Bewegungsspielen
    • um 12.30 Uhr werden die Teilzeitkinder abgeholt bzw. gehen alleine
    • von 12.30-13.00 Uhr gibt es eine Spätdienstgruppe für berufstätige Eltern
    • von 12.30-ca. 13.15 Uhr  gibt es Mittagessen für die Tagesstättenkinder
    • 13.15-16.00 Uhr: Freisspielphase für die Tagesstättenkinder mit Angeboten und Aktionen
    • von 14.00-16.00 Uhr haben die Teilzeitkinder die Möglichkeit noch einmal die Kita zu besuchen
    • 16.00 Uhr: Ende der Betreuungszeit
    • freitags schließt die Kita bereits um 14.30 Uhr

     
    Der Tagesablauf bei den Sternchen/Nestgruppe (1-3 Jährige)

    • ab 7.00 Uhr: Bringzeit und Freispielphase
    • freies Frühstück bis ca. 10.30 Uhr (Buffet)
    • angeleitete Angebote finden statt, Spiel im Aussengelände
    • 12.00-ca. 12.45 Uhr: Mittagessen in der Sternchengruppe
    • 13.00-15.00 Uhr: Ruhe-/Schlafphase
    • bis 16.00 Uhr: Freispielphase
    • 16.00 Uhr: Ende der Betreuungszeit
    • freitags endet die Betreuungszeit um 14.30 Uhr, Mittagsschlaf/Abholzeit nach Absprache